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Selasa, 07 Agustus 2012

Es ist schwör, beim Frisör


Heute war ich seit langem mal wieder beim Friseur.
Nachfärben, schneiden, ein paar Strähnchen und (auf Wunsch) nur eben kurz  'schranktrocken' geföhnt, 55 € losgeworden. Mann, ist so ein Friseurbesuch teuer! Grmpff.

Ich bin ja normalerweise sehr kommunikationsfreudig, aber beim Friseur hab ich's gerne, wenn ich nicht unbedingt zugelabert werde. Und schon gar nicht möchte ich ständig zu hören bekommen, wie dünn doch meine Haare sind, dass es schon längst fällig war zu kommen etc.
Hallo?! Du sollst mich schön machen und mich nicht schon gleich zu Anfang runterziehen! Wenn's dann am Ende auch noch nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat, ist der Tag gelaufen.
Bei der Frage "Sollen wir auch schneiden? Besser wäre es ja..." wird's ganz brenzlich, aufpassen! Immer betonen, dass sie NUR das nötigste schneiden soll. Selbst dann wird's schon zuviel des Guten, aber niemals sagen, dass ein paar Zentimeter weg können. Dann wird so ein Bob mal schnell ne Kurzhaarfrisur.

Die Friseure sind ja richtige Smalltalk- Künstler. Ich musste mir mal anhören, wie die Friseurin neben mir, mit ihrer Kundin 2 Stunden lang gequasselt hat, aber sollte ich jetzt erzählen über was -ich hab absolut keine Ahnung. Wie kann man nur sooo lange über Gott und die Welt  und über's Wetter reden? Na ja, einige private Details waren heute schon dabei. Ich hab  aber zwischendurch immer wieder versucht, mich auf meine Zeitschrift zu konzentrieren. Den ganzen  Input muss ich erstmal verarbeiten.

Ich weiß jetzt:

-dass die Kundin jährlich FKK-Urlaub macht, ein Techtelmechtel mit ihrem Gärtner hat
-wer mit wem, wo, wieso , weshalb, warum
-wer krank ist, wer sich scheiden lässt, wer schwanger ist
ezettera pee pee.

Jaa, sie versuchen ja auch nur ihren Job zu machen und auf den Kunden einzugehen, nur sollten sie dem Kunden so ein Gespräch nicht aufzwängen. Außerdem sitze ich da nicht ganz bequem auf dem Ecksofa, mit Zeitung und Melange, sondern angespannt vor dem Spiegel und muss meinen Anblick ertragen, mit lächerlichen Spangen im Haar und grotesken Scheiteln.
Ich verstehe eh nicht, warum man mit einem Busfahrer nicht reden darf, aber für Friseure, die riskant ums Ohr schnippseln und einen mit einem einzigen Schnitt ins Verderben stürzen können, das schlechte Wetter, der letzte Urlaub oder der Jobstress bewährte Gesprächsthemen sind.

Vielleicht sollte ich's auch so machen  Carola Böse.

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